Von Gmunden aus haben wir tänzerisch wieder weit entfernte Gegenden erkundet.
Von 16. bis 19. August 2025 waren wir wieder in Gmunden. Mit unserem langjährigen Thema „Der österreichische Volkstanz im Spiegel der europäischen Tanzgeschichte“ haben wir unseren Blick wieder über die Landesgrenzen hinaus geworfen. Es hat uns jeden Tag in unterschiedliche Tanzstile mit ihren regionalen Eigenheiten eintauchen lassen: niederländische Kontratänze wechselten sich mit kurdischen Reigentänzen und österreichischen Volkstänzen ab. Die Freude an der Bewegung, am gemeinsamen Drehen, Wirbeln und Springen – aber auch am Singen, Jodeln und Musizieren – stand dabei immer im Mittelpunkt.
Marco Campman und seine Frau Jozé haben uns aus dem Westen Europas, unter anderem, niederländische Kontratänze mitgebracht und uns mit viel Witz und Begeisterung zu den Windmühlen an der Nordsee mitgenommen.
Hamidreza Ojaghis Einführung in die Reigentänze seiner kurdischen Heimat waren dabei nicht weniger schweißtreibend. Hand in Hand, Schulter an Schulter, begaben wir uns in eine Welt komplexer Rhythmen und gesungener Erzählungen – und erhielten so auf lebendige Art und Weise Einblick in tief verwurzelte Traditionen einer Kultur weit im Osten Europas. Die Daf war uns ständige Begleiterin mit ihrem treibenden Schlag.
Ganz aus dem nahe gelegenen Vöcklabruck kam uns Elfriede Schweikardt besuchen, die uns gemeinsam mit ihrem Mann einen detaillierten Einblick in das Volkstanzleben der Gruppe D’Waldhörnler gab, einer traditionsreichen Gruppe, die heuer ihr 80-jähriges Bestehen feiert. Else Schmidt und Wolfram Weber gaben Input zu österreichischen Volkstänzen.
Auch das Rahmenprogramm hatte es in sich:
Besonders war der Abend, den Volker Derschmidt, gemeinsam mit vier herausragenden Musiker:innen (Ilse und Gudrun Kepplinger, Benedikt Schrettle und Herbert Walter) für uns gestaltete. Er rief zum „Tanzen mit Anton Bruckner“ auf, teilte mit Begeisterung seine musikwissenschaftliche Expertise mit Anekdoten, Geschichten und Erklärungen zum berühmten Komponisten, und ermöglichte in einer einzigartigen Mischung aus Vortrag, Konzert und Tanzboden einen unvergesslichen Abend für alle Beteiligten.
Um Kopf und Füße auszulüften, sorgte ein gemeinsamer Ausflug zu den Traunfällen für Abwechslung. Ein Spaziergang mit beeindruckender Aussicht auf fallende Wassermassen mit anschließendem Steckerlfisch-Essen machte uns frisch für weiteres gemeinsames Musizieren, Tanzen und Singen.
Else Schmidt und Michaela Lehner begleiteten an allen Tagen auf ihrer Harmonika und Geige unermüdlich von der Früh bis spät die Tanzenden. Dazu gesellten sich nach Möglichkeit, Lust und Laune die anderen anwesenden Tänzer:innen und Musikant:innen und sorgten für ein stimmungsvolles Miteinander.
All das fand wieder in unserer altbewährten Unterkunft, dem Hotel Magerl in Gmunden statt, welches unserer Tanzwoche einen herzlichen und wunderschönen Rahmen bot. Nicht nur wegen seiner Nähe zum erfrischenden Traunsee, in den die ganz Hartgesottenen schon zu früher Stunde sprangen – sondern auch wegen der Rundum-Versorgung und nicht zuletzt wegen der großartigen Küche, die uns einen sehr schönen und kulinarisch herausragenden Abschlussabend bescherte.
Vielen Dank an alle, die bei der Tanzwoche dabei waren – jede:r einzelne von euch hat zu einer sehr schönen Woche in Gmunden beigetragen!
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